Plumpe US-Soldaten geraten unter Beschuss


Lone Survivor – Mark Wahlberg, Taylor Kitsch, Emile Hirsch – als DVD erschienen bei Universum Film GmbH

Vier Soldaten der US Navy SEALs sollen einen Talibanführer ausfindig machen. Dies gelingt, doch leider werden sie von ein paar Ziegenbauern ertappt, die sie alsbald an die Taliban verraten. Die Männer geraten unter heftigen Beschuss, den nur einer überlebt. Der Lone Survivor findet Unterschlupf im nahegelegenen Dorf, wo man auch nicht so auf die Taliban steht.

Der Film soll die Toten der realen Vorkomnisse 2005 gedenken. Einer der Soldaten im Film rät allerdings dazu, die Ziegenhalter-Familie mitsamt einem kleinen Jungen zu eliminieren. Ob's so stattgefunden hat weiß ich nicht, aber stolz wäre ich da als Angehöriger nun nicht unbedingt. Was auch auffällt ist die komplette Stumpfsinnigkeit der Mission. Warum schickt man die Männer nicht einfach verkleidet und ohne dicke Wummen auf Aufklärungsmission, wahrscheinlich hätte dafür dann auch ein Einzelner ausgereicht.

Die Schlacht zwischen den vier Kämpfern und den zwölfundachtzig Afghanen wurde auch irgendwann ermüdend. Soviel Empathie hatte ich bis dahin für den dümmlichen Haufen mit den kernigen Sprüchen auch noch gar nicht aufgebaut, als dass ich da voll mitfiebern hätte können. Irgendwo zwischen Traumabewältigung und militärischer Peinllchkeit versandet die Spannung und man bleibt ratlos und schockiert ob des realen Hintergrundes zurück. Muss man meiner Meinung nach nicht unbedingt gesehen haben.

Diese Kritik wurde verfasst am 08.01.2018 22:30

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