Atemberaubender Thriller mit halbgarer Pointe


Der Augenjäger: Psychothriller – Als Kindle Edition erschienen bei Knaur eBook

Im "Augenjäger" setzt Sebastian Fitzek die Geschichte aus dem Augensammler fort. Gleich zu Anfang schießt sich der um seine Frau trauernde Protagonist in den Kopt. Und das mit einer Waffe des Mörders, der auch seinen Sohn vermutlich schon getötet hat. Durch Glück kommt er doch mit dem Leben davon und macht sich auf die Suche nach dem Peiniger seiner Familie.

In dem Roman kommen er und die "Blinde Seherin" Alina Gregoriev in die Fänge des Psychopathen Dr. Suker, der seinen Opfern die Augenlider entfernt, damit, so meint er es in seinem Wahn, sie ihre Schuld, das Wegsehen bei Misshandlungen, sehen können. Irgendwie scheint der "Augenjäger" jedoch auch mit dem Kindesentführer zusammenzuarbeiten.

Die Schlusswendung scheint, wie oft bei Fitzek, weit hergeholt. Die Motive des wahren Täters sind kaum nachzuvollziehen und die Wahrheit hätte unter normalen Umstände eher ans Licht kommen müssen, wenn der "falsche" Täter auf die Idee gekommen wäre den Mund aufzumachen, als er die Gelegenheit dazu hatte. Das erinnert dann schon fast an den sprichwörtlich gewordenen "Gärtner", der in schlechten Krimis als möglichst unbeteiligte Person den Überraschungsmörder geben muss.

Allerdings ist die Charakterentwicklung in diesem Werk so ausnehmend gut, die Geschehnisse so spannend verwoben, dass man meiner Meinung nach hier den besten Thriller Fitzeks in Händen hält. Uneingeschränkte Leseempfehlung trotz der genannten Mängel.

Diese Kritik wurde verfasst am 26.09.2013 10:58

Deine Registrierung auf MyCrits

Bitte akzeptiere unsere AGB um Kritiken & Kommentare auf dem kostenlosen Portal MyCrits zu speichern.

Unsere AGBs

Schließen

Anmeldung

Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

--

--

-- --

Meine Buch-Kritik

×