Die Unbestimmte hat die Haare kurz


Die Bestimmung - Insurgent [2 DVDs] – Shailene Woodley, Kate Winslet, Naomi Watts – als DVD erschienen bei Concorde Video DVD

OK, ich hänge einen Film in der "Bestimmung" Trilogie hinterher. Ich bin vielleicht auch nicht mehr das Zielpublikum, fand den ersten Teil aber recht unterhaltsam. Dort wurden Tris und Four vorgestellt, hineingeboren in die angeblich letzte Menschenstadt, in der junge Leute in eine von fünf Fraktionen rutschen müssen. Tris, welche in keine oder alle passt, hatte sich für die Kämpfer der Ferox entschieden. Diese wurden durch Gefügigmachung per Gedankenkontrolle dazu benutzt, die selbstlosen Altruan, zu denen auch Tris' Eltern gehörten, zu vernichten. Tris als Unbestimmte war aber immun gegen die Manipulation und weckte die Ferox, wenn auch reichlich spät, schließlich auf. Nun ist Tris mit dem ehemaligen Ferox-Anführer Four alias Tobias Eaton auf der Flucht vor den Wissenschaftlern der Kaste "Ken", welche den Angriff initiiert haben um an die Macht zu kommen. Sie kommen bei den friedlieben Bauern der Amite unter, während sich weitere Ferox bei den Gerechtigkeitsfanatikern der Candor-Klasse aufhalten. Durch eine Allianz mit den Fraktionslosen soll Jeanine, Anführerin der Ken, entmachtet werden. Doch diese macht Jagd auf alle, die wie Tris "divergent", also unbestimmt sind. Die allerunbestimmtesten braucht sie, um eine geheimnisvolle Box zu öffnen, welche die Stadtgründer nach Jeanines Vorstellung einen Plan enthält, um die Unbestimmtenfrage zur Endlösung zu führen. Um das Leben ihrer Freunde zu schützen, stellt sich Tris der Herausforderung. Sie muss virtuelle Simulationen für alle Fraktionen erfolgreich abschließen, um die Kiste zu öffnen. Das gelingt ihr auch, aber die Botschaft, die herausspringt ist nicht die von Jeanine erhoffte...

Man muss sich auf die stark konstruierte Modellwelt dieser Filmreihe schon einlassen, um daran Freude zu haben und selbst dann gibt es einige Schwächen. So schneidet sich Tris die Haare, eine sinnvolle Maßnahme wenn man in den Krieg gegen die Mörderin der Eltern ziehen will und dabei die Haare nicht blutverklebt im Gesicht hängen sollen. Aber warum muss diese Aktion gefühlte zehn Minuten Thema sein? Danach erst geht der Film dann los, und bietet doch genügend Action um gut zu erhalten. Manchmal geht es dabei für einen "Teenie"-Film unerwartet hart zur Sache. Dass einer der "guten" einen bereits überwältigten Feind einfach so exekutiert, das kommt doch eher unerwartet und ist für die moralische Einnordung Heranwachsender (Film ist ab 12) nicht so wirklich optimal. Am Ende hatte ich das Gefühl keinen besonders guten, aber auch keinen besonders schlechten Film gesehen zu haben. Den dritten Teil möchte ich mir schon auch noch anschauen.

Diese Kritik wurde verfasst am 07.09.2016 09:07

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