Mitreißender Ökothriller mit kleinen Schwächen


Noah: Thriller – Als Gebundene Ausgabe erschienen bei Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)

Noah lebt im wahrsten Sinne des Wortes im Untergrund. In einem Unterschlupf im Berliner U-Bahnsystem wurde er vom Obdachlosen Oscar nach einer Schussverletzung mehr oder weniger gesund gepflegt. Leider leidet Noah an Amnesie und kann sich nicht mehr an die Vorfälle erinnern, die er vorher erlebt hat. Die Dinge kommen ins Rollen, als er ein Gemälde in der Zeitung wiedererkennt, dessen Erschaffer angeblich eine Millionen Dollar winken. Plötzlich sieht sich der Verwirrte als Ziel einer tötlichen Hetzjagd, in der es um die Ursache der um sich greifenden Pandemie zu gehen scheint. Und offenbar möchten ominöse Kräfte willentlich mit der Manila-Grippe die halbe Menschheit vernichten.

Mit "Noah" ist Fitzek wieder ein mitreißendes Stück Spannungsliteratur geglückt. Dabei packt er die Probleme der Welt von Überbevölkerung, Slumbildung, Globalisierung und Resourcenknappheit zwischen zwei Buchdeckel. Das ist unterhaltsam, wenn er dabei persönliche Schiksale beschreibt, aber etwas ermüdend wenn er seine Charaktere darüber dozieren lässt. Dazu kommen einige ungewohnte grammatikalische Fehler. Der Genitiv wird zum Beispiel weitesgehend verleugnet.

Den guten Gesamteindruck stört das freilich nicht. Ganz so spannend wie die Psychothriller Fitzeks, die man kaum aus der Hand legen kann, ist dieses Buch zwar nicht. Dennoch bin ich nicht enttäuscht, da der Autor hier ja auch ein ganz anderes Genre anreißt. Hintergründiger und packender als Dan Browns "Inferno", welches ebenfalls die Themen Überbevölkerung und Pandemie aufgreift, ist "Noah" allemal.

Diese Kritik wurde verfasst am 16.01.2014 09:51

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