Kunstfilm im Rausch der schwindenden Sinne


Perfect Sense – Ewan McGregor, Eva Green, Ewen Bremner – als DVD erschienen bei Senator Home Entertainment (Vertrieb Universum Film)

Vordergründig handet "Perfect Sense" vom Verlust der Sinne durch eine globale Pandemie. Zunächst verlieren Betroffene nach einer Episode intensiver Trauer über Verluste und Fehltritte ihren Geruchssinn. Unter der Bedrohung durch diese Krankheit lernen sich Chefkoch Michael und Virologin Susan kennen und lieben. Nachdem die Menschen nach einem Ausbruch von Völlerei auch den Geschmackssinn einbüßen, passen sich die Menschen erstmma an - das Restaurant in dem Michael arbeitet etwa setzt auf besondere visuelle und fühlbar wahrnehmbare Akzente. Leider werden die Menschen bald nach einem Wutausbruch auch noch taub - um nach intensiven Glücks- und Liebesgefühlen auch noch zu erblinden.

Der Film feiert Körperlichkeit und Sinnlichkeit und ist gar nicht so traurig oder bedrückend wie er sein könnte. Schon weil eine Krankheit wie hier beschrieben mehr als unwahrscheinlich ist, ist sie offensichtlich nur Mittel zum Zweck - und man kann Schönheit entdecken in dem, was uns immer so alltäglich erscheint. Gelungener, natürlich schon leicht angestaubter Arthouse-Streifen mit den stark aufspielenden Stars Eva Green und Ewan McGregor.

Diese Kritik wurde verfasst am 02.01.2019 09:41

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