Eine Story die sich selbst genügt


Predestination - Entführung in die Zukunft – Ethan Hawke, Sarah Snook, Noah Taylor – als DVD erschienen bei Tiberius Film

Im Jahr 1981 wurden Zeitreisen erfunden, die je 53 Jahre in Vergangenheit und Zukunft möglich sind. Ein Zeitreise-Agent (Ethan Hawke) reist daher zurück. Eigentlich soll er den Fizzle Bomber erledigen. Dabei trifft er in der Rolle eines Barkeepers auf den Hermaphroditen John, ehemals Jane, und hört sich dessen langwierige Geschichte an. Was das mit dem Auftrag zu tun hat, bleibt lange Zeit unklar.

Trotz guter Schauspielleistung fand ich dass es zu bemüht dargestellt ist, dass die Zeitlinie komplett erhalten bleibt. Dieses Manko teilt Predestination etwa mit der spanischen Produktion "Timecrimes", wo ich mich auch immer gefragt habe warum der Hauptdarsteller dies und jenes genauso macht, offenbar nur damit die Ereignisse so bleiben wie sie schon gelaufen sind. In "Predestination" kommt auch noch ein herber logisch-wissenschaftlicher Schnitzer hinzu. Da muss ich dann doch spoilern: der hypothetisch mögliche Nachkomme der Vereinigung eines Hermaphroditen mit sich selbst wäre keine identische Kopie des Erzeugers.

Insgesamt sicher kein ganz schlechter Film, immerhin muss man ein wenig das Gehirn einschalten um den zeitlichen Wendungen zu folgen. Auch die finstere Stimmung und der 60er/70er Style sind gut eingefangen. Ich hatte mir aber mehr (vor allem Spannung) erhofft, zumal man das auf Überraschung getrimmte Ende als Genrefan nun wirklich kommen sieht.

Diese Kritik wurde verfasst am 04.07.2017 09:36

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