Irritierender Thriller mit schwacher Auflösung


Splitter: Psychothriller – Als Gebundene Ausgabe erschienen bei Droemer HC

Marc Lucas hat bei einem Autounfall seine schwangere Frau verloren. Er möchte nur noch eines: Vergessen! Und so nimmt er in der Bleibtreu-Klinik an Voruntersuchungen zu einem windigen Amnesie-Experiment teil. Nachdem er sich gegen das Programm entschieden hat, geschehen merkwürdige Dinge: Er sieht seine Frau in seiner neuen Single-Wohnung, und die Bleibtreu-Klink ist plötzlich verschwunden.

Man fragt sich als Leser permanent was da vor sich geht, und ob Marc tatsächlich seinen Verstand verliert, wie er befürchtet, oder ob er gerade zum Opfer eines perfiden Planes wird.

Am Ende klärt sich, wie bei Fitzek üblich, alles auf. Diese Auflösung ist aber sehr unbefriedigend. Da wird sogar ein "Heldentod" gestorben. Dabei hätte wohl keiner sein Leben lassen müssen, wenn man denn die Möglichkeiten zusammen besprochen und abgewogen hätte, statt eine durchgeklügelte Scharade zu inszenieren. Diese wiederum hätte im echten Leben nie funktioniert, weil es viel zu viele Unwägbarkeiten gab, bei denen Marc sich hätte anders entscheiden können. Die zahlreichen Wendungen und das Rätselraten und Nägelkauen bis zum Schluss entschädigen den Leser für die missratene Auflösung nur teilweise.

Diese Kritik wurde verfasst am 04.09.2013 09:01

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